Wer sich mit dem Thema Sterben und Tod beschäftigt, der wird schnell an Grenzen stoßen. Dieses Thema ist in unserer Gesellschaft, welche auf Vitalität und Stärke aufgebaut ist, nach wie vor schwierig.
Intensive Fragen und Ängste entstehen bei der näheren Betrachtung und dem Gespräch mit Angehörigen oder dem vertrauten Personenkreis.
Es geht um das Empfinden, die mögliche Begleitung und auch um den Ort des Sterbens.
80 Prozent der Deutschen wünschen sich, dass sie im eigenen Zuhause einschlafen können. Leider geht bisher dieser Wunsch nur für ca. 20 Prozent in Erfüllung. Ursache hierfür sind die bestehenden Strukturen im Gesundheitswesen.
Seit 2007 hat der Gesetzgeber neue Rahmenbedingungen geschaffen, damit sogenannte SAPV-Netzwerke eine Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in der Häuslichkeit ermöglichen können.
Seit 1. Januar 2011 kann durch das Ambulante Palliativnetzwerk Nordthüringen (APANOR) diese Versorgungsform in den Landkreisen Nordhausen und im Kyffhäuserkreis angeboten werden.
Spezialisierte Palliativärzte und -pflegefachkräfte arbeiten hier Hand in Hand, um eine optimale häusliche Versorgung aus medizinischer und pflegerischer Sicht zu erbringen. Ergänzt wird diese Arbeit durch Hospizdienste und ehrenamtlich Tätige.